Sicherheit beim Grillen

Das Grillen wird nicht nur im Sommer, sondern auch in der  kühleren Jahreszeit immer beliebter. Freunde einladen, ein kühles Bier oder einen guten Wein, im Garten oder auf der Terasse, im Kreise der Familie- eine wunderbare Sache. Und das sollte es auch bleiben, wenn man einige Grundsätze beachtet. Es passieren aber immer wieder Unfälle beim Grillen, bei denen häufig auch Kinder betroffen sind.
Es passieren immer wieder Unfälle wobei betroffene Personen sogar sehr schwere Verbrennungen dabei erleiden und mit dem Tode ringen.

 Der Grill:

Zum sicheren Grillen gehört bereits beim Aufstellen des Grills. Er sollte fest, also auf allen drei oder vier Beinen, auf einem nicht entflammbaren Untergrund stehen, am besten auf einem ebenen Stück Rasen, auf Steinplatten oder Pflastersteinen. Fast überflüssig zu sagen, dass Grillen ein reines Freiluftvergnügen ist und bleiben sollte. Selbst bei schlechten Wetter gehört ein Grill nicht unter den Sonnenschirm . Auch Haus und Wohnung sind nicht die geeigneten Stätten für zünftige Grillfeuer.

Die Grillanzünder:

Im Fachhandel gibt es feste und flüssige Anzündhilfen, deren Güte leicht am entsprechenden Sicherheitszeichen zu erkennen ist. Diese gut zündenden Anzünder verpuffen und explodieren nicht und hinterlassen keine Geschmacksspuren.

Spiritus oder Benzin?           beim Anzünden Tabu !

Wenn Brennstoffe verdunsten, entsteht ein hochexplosives, brennbares Dampf-Luft-Gemisch in Form einer Glocke mit bis zu drei Metern Durchmesser. Beim Anzünden der Grillkohle kommt es dann zu einer Verpuffung, die wiederum die Ursache für schwere Verbrennungen ist.

Wird in die Glut oder das Feuer nachgegossen, kann durch den Flammenrückschlag der Brennstoffbehälter aus der Hand gerissen werden. Das Flammeninferno kann verherend sein!

Glühende Kohle:

Ist das Feuer erst einmal sicher entfacht, ist es mit den Gefahren noch längst nicht vorbei. Verweht ein Stück Holzkohle, sollte es möglichst im Auge behalten werden, damit es nicht zu einem Brand kommt. Wer glaubt, an einer anderen Stelle des Gartens besseren Wind zu haben, sollte auf keinen Fall den heißen Grill tragen. Nur mit kaltem Grill kann der Standort gefahrlos wechseln. Die Restglut sollte mit Sand gelöscht und nicht in dem Abfalleimer geleert werden. Kohle nie auf den Rasen oder auf den Acker ausglühen lassen, denn immer wieder ziehen sich Kinder schwerste Verbrennungen zu, weil sie in die Glut gegriffen haben oder in noch glühende Holzkohlenreste getreten sind, die zum Auskühlen auf den Rasen geschüttet wurden. Deshalb sollten Kinder auch immer vom Grillfeuer ferngehalten werden. am besten mit einer Barriere.

Kinder und Grillen:

Gerade Kinder, die, von der Glut und Feuer magisch angezogen, nahe am Grill stehen, können schwerste Verbrennungen im Gesicht davontragen. Sie müssen nicht nur eine langwierige und schmerzreiche Krankenhausbehandlung über sich ergehen lassen, sondern leiden oft ihr ganzes Leben lang an einer trockenen, kälteempfindlichen Haut mit Juckreiz und Spannungsgefühl und an entstellten Narben.

Nach dem Grillen?

Natürlich zuerst das gebrauchte Geschirr abwaschen. Da vergessen die Grillmeister oft,dass sie da auch mithelfen dürfen.                                                  

Die Restkohle mit Wasser ablöschen ist am Sichersten. Jedoch ist auch hier Vorsicht geboten:L Grillgeräte aus Eisenguss können durch Wärmespannung zerstört werden, auch ist auf heißen Wasserdampf zu achten. Die gelöschte Glut darf nicht in brennbare Behälter gegeben werden. Karton- oder Kunststoffbehälter sind hierfür völlig ungeeignet.

Eine andere Möglichkeit ist, den Grill einfach auskühlen lassen. Die Luftzufuhr durch Abdecken mit dem Grilldeckel unterbinden und das glühende Holzkohle keinenfalls auf den Rasen entleeren, Verbrennungen an bloßen Füssen kommen auch des Öfteren vor und sind sehr schmerzhaft.